Tee mit EMAS-Zertifikat - Impuls zum AK Nachhaltigkeit

21. September 2020

Wie geht Nachhaltigkeitsmanagement in anderen Unternehmen? Diese Frage erläutert die Nachhaltigkeitsbeauftragte des Tee- und Heilmittelherstellers SALUS, Cassandra Heimgartner, im AK Nachhaltigkeit. Das familiengeführte Traditionsunternehmen setzt jährlich rund 100 Mio. Euro mit  Nahrungsergänzungsmitteln um. Rund 400 Mitarbeitende sind an zwei Standorten nahe München und Stuttgart tätig. "Umwelt- und Klimaschutz sind unverzichtbar", lautet ein seit vielen Jahren gelebter Leitsatz der Geschäftsführung. Seit 24 Jahren ist das Unternehmen EMAS-zertifiziert, das "plus" kam erst in diesem Jahr dazu.

Aus den vielen Bausteinen des integrierten Nachhaltigkeitsmanagements greift die Beauftragte das Beispiel Tee heraus und berichtet über die durchgängige Produktbetrachtung mit den Bereichen:

  • Verpackung
  • Rohstoffauswahl / Herkunft
  • Ressourcenverbrauch bei der Produktion
  • Lagerung/Transport

So habe man es geschafft, bei den Teepackungen auf die Folien-Umverpackung zu verzichten, die Teebeutel sind zu 100% nachwachsende Rohstoffe. Als wichtigster Beitrag wird die ökologische Qualität der Rohstoffe angesehen. "Mögliche Zielkonflikte zwischen Produktschutz und der ökologischen Qualität müssen gelebt werden", erläutert die Nachhaltigkeitsbeauftragte.

Die Maßnahmen zur Klimaneutralität sind weit entwickelt und stark vernetzt: Bei der Produktion der Tees und Extrakten entsteht viel Wärme in Form von Wasser und Luft. Diese wird zur Heizung der Arbeitsräume mit Spezial-Niedrigtemperatur-Heizungen und mehr genutzt. Die intelligente Koppelung von Wasserkraft, Wärmerückgewinnung und Kompensation durch Aufforstung münden in der Zertifizierung als "Klimaneutraler Standort" für die Produktion im bayerischen Bruckmühl und württembergischen Magstadt.

Die Lieferketten werden so regional wie möglich gedacht, z.B. kommt Abfall-Trester auf die Anbaufelder zurück. Und auch der Artenschutz hat einen natürlich hohen Stellenwert, "weil die Arten die Ressource für unsere Produkte sind", betont Cassandra Heimgartner. "EMAS ist für uns sehr wichtig mit den regelmäßigen Audits und dem Verbesserungsprogramm, weil es zu Neuerungen und Weiterentwicklung führt."

Fazit der Nachhaltigkeitsbeauftragten bei DfM: Es gibt viele Parallelen zu uns.