Komm rüber! Sieben Wochen ohne Alleingänge

14. Februar 2024

Komm rüber - das Fastenmotto 2024 bietet viel Anregung für private und berufliche Wege ins Miteinander

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Die Fastenzeit ist die Zeit vor Ostern. Sie soll dazu da sein, sich auf das große Fest vorzubereiten, sich innerlich zu "reinigen".

Die evangelische Kirche benennt dafür jedes Jahr ein Fastenthema, in diesem Jahr lautet es:
"Komm rüber! Sieben Wochen ohne Alleingänge"

„Komm rüber!“ – das klingt einladend. Jemand gibt das Signal, dazu gehören zu dürfen, vielleicht sogar gebraucht zu werden. Ein gutes Gefühl! 

Wann habe ich erlebt, dass jemand sagte: „Komm rüber!“? In welchen Situationen wurde ich aufgefordert, mich dazuzusetzen. Wie habe ich reagiert und wie fühlte ich mich dabei? Beim Nachdenken wird deutlich, dass in solchen Situationen beide Seiten verantwortlich sind für das Miteinander, sowohl die Person die einlädt, als auch die eingeladene.

Gemeinschaft bedeutet für alle Beteiligten, etwas von sich zu geben und miteinander zu teilen – Zeit, Erlebnisse, Momente, vor allem aber auch etwas von sich selbst. Ganz gleich, ob Menschen miteinander reden oder schweigen, herumalbern oder Probleme besprechen, irgendwelchen Hobbys nachgehen oder einfach nur abhängen, in der Gemeinschaft geben sie immer auch ein Stück von sich preis.

Wie viel Zusammensein kann ich, wie viel Gemeinschaft brauchst du, wie viel Miteinander wollen wir? Das Motto zur Fastenzeit will anregen und anstiften: Zum Einladen und sich einladen lassen, denn beides braucht Übung.

Wir freuen uns über dieses Fastenmotto und darauf, es auszuprobieren.

Iris Ebensperger
Geschäftsführerin Dienste für Menschen

PS: Vielleicht passt das für Sie:
Verabreden Sie sich mit einer Kollegin oder einem Kollegen für einen gemeinsamen Weg. Oder mit einer Person, mit der Sie ein gemeinsames „Schicksal“ teilen. Gehen oder fahren Sie einmal ganz bewusst zusammen – im Aufzug, ins nächste Stockwerk, zur Bushaltestelle. Nutzen Sie die Zeit zum Reden über das, worüber Sie sonst nicht mit dieser Person sprechen.

Quelle: 7-Wochen-ohne evangelisch.de