Füreinander und miteinander – Ewigkeitssonntag

22. November 2020

Gedenken heißt: Erinnern
Erinnern heißt: Lebendig halten
Lebendig halten heißt: Trost zulassen

Der Ewigkeitssonntag im November, auch Totensonntag genannt, ist dem Andenken an Verstorbene gewidmet. Neben dem Totengedenken wird in vielen Gottesdiensten auch zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigt. Der Gedenktag geht auf die Reformationszeit zurück. Mit dem Ewigkeitssonntag endet das Kirchenjahr. Als Christen glauben wir, dass der Tod nicht das Ende ist. Jesus Christus war im Leben und Leiden bei uns. Und durch Ihn können wir im Glauben auf das ewige Leben vertrauen.

Im Gebet mit Gott bleiben wir miteinander verbunden.

Gott, ich halte inne und suche Deine Nähe. Die Veränderungen unserer Welt und die neuen Herausforderungen bestimmen nach neun Monaten der Corona Pandemie unsere Arbeits- und Lebenswelten mehr als zuvor.

Gott, die Begrenztheit unseres irdischen Lebens wird uns jetzt gerade besonders bewusst. Der Verlust, die Trauer und die Ängste um das eigene Leben lasten auf den Seelen aller.

Gott, wir bitten für die Menschen, die Angst haben in diesen unübersichtlichen Zeiten. Zeige ihnen und uns, wie Deine Hand diese Welt beschützt. Danke, dass Du in allem und trotz allem für uns da bist.

Gott, wir bitten für alle Menschen, die traurig sind in diesen Tagen. Lass sie spüren, dass der Tod keine Grenze für das Leben mit Dir ist.

Gott, wir bitten für die Menschen, die in dieser Zeit besondere Verantwortung tragen. Hilf ihnen mit klaren Worten und klugen Gedanken, lass sie nüchtern und achtsam sein.

Gott, wir bitten für die Menschen, die krank sind und für die, die sie pflegen. Zeige ihnen Dein ewiges Licht, stärke und tröste sie.

Gott, die Mitarbeitenden in Hauswirtschaft, Pflege, Betreuung, Verwaltung und Technik sind weiter unermüdlich im Einsatz. Sie leisten Hilfe und spenden Trost und bringen Hoffnung und Nächstenliebe für die Menschen. Ermutige und stärke sie im ihrem Dienst.

Gott, wir bitten für alle Menschen. Stärke uns, dass wir deinen Namen bezeugen durch Zeichen der Liebe, lass uns Hoffnung ausstrahlen und Zuversicht. Gott, wir befehlen Dir die Menschen an, die Deine Nähe besonders nötig haben.

Amen

Iris Ebensperger, Seelsorgebeauftragte