Smart Home, Robotik oder Telecare

10. April 2014

Robbe Paro war zu Gast auf der Frühjahrsklausur von Dienste für Menschen (DfM) und wurde von Arm zu Arm weiter gereicht. Zum Thema „Smart Home, Robotik oder Telecare – Was bietet uns intelligente Technik?“ versammelten sich mehr als 60 Führungskräfte. Sie ließen sich informieren über aktuelle Technologien in der Pflege. Zum Einstieg präsentierte das Pflege- und Roboterlabor des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart-Vaihingen Forschungsprojekte zur Sturz- und Notfallerkennung; Roboterassistent Care-O-bot zeigte sich im Einsatz, andere Assistenzsysteme für Pflege und Haushalt wurden in Aktion vorgeführt. Im Tagungszentrum der Evangelischen Akademie Bad Boll, wo unsere Gruppe für zwei Tage gut untergebracht war, wurde die Reihe ergänzt durch weitere computergesteuerte Technologien wie Sprachassistentin Siri, Gesundheitstraining mit Kinect oder „Quantify yourself“ Kontrollen.

Am Abend wurde die Arbeit von Dr. Martin Runge gewürdigt. Dem langjährigen Chefarzt der Aerpah-Klinik Esslingen-Kennenburg wurde das goldene Kronenkreuz der Diakonie verliehen durch Robert Bachert, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates von Dienste für Menschen, gekonnt umrahmt von den Klängen der DfM-Band.

Birgid Eberhardt, Gerontologin und Gesundheitsökonomin gab einen interessanten Überblick über alltagsunterstützende Assistenzlösungen, während Dr. Arne Manzeschke vom Institut Technik, Theologie und Naturwissenschaften in München uns den Blick schärfte unter der ethischen Fragestellung: Wie funktioniert Technik gut? Was ist gute Technik?

Anregungen neue Technologien anzuwenden, gab es genügend. Aber auch die Aufforderung war zu hören, alles auf seine Nachhaltigkeit hin zu prüfen. Ethische Dimensionen waren dabei Fürsorge, Autonomie, Sicherheit, Privatheit, Gerechtigkeit, Teilhabe sowie Selbstverständnis. Es gibt Kipppunkte, an denen positive Effekte altersgerechter Assistenzsysteme ins Gegenteil umschlagen. Da gilt es sensibel abzuwägen. Die Mitarbeitenden von DfM waren interessiert und engagiert bei der Sache. Eine Erkenntnis war, dass Vertrauen, Angst oder Sorge - also Gefühle und Emotionalität auch eine Rolle dabei spielen, ob eine neue Technik angenommen oder abgelehnt wird.
Am Ende musste Paro wieder in den Karton zurück und zur Post gebracht werden.
Das aber stand fest: Ein therapeutischer Einsatz der Robbe ist verantwortbar wegen der positiven Wirkungen.