Herbstklausur bei Dienste für Menschen

13. November 2015

Schon kurz nach 8:30 Uhr füllt sich der Parkplatz in Esslingen. 65 leitende Mitarbeitende aus der Pflege, der Verwaltung und der Hauswirtschaft treffen sich im Geriatrischen Zentrum Esslingen-Kennenburg zur Herbstklausur von Dienste für Menschen. „Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen in Kooperation und Konkurrenz“ ist das Thema für den Tag. Robert Bachert, Finanzvorstand des Diakonischen Werks Württemberg (DWW) und Dr. Joachim Rückle, Pfarrer und Leiter der Abteilung Theologie und Bildung des DWW machen den Auftakt. Das Miteinander von Kirche und Diakonie zeigen sie im Zusammenspiel ihrer Beiträge.

Seit den 90iger Jahren gibt es für Sozialunternehmen Marktbedingungen. Daraus ergibt sich auch für Dienste für Menschen die Frage: Wie sollen Miteinander und Konkurrenz diakonischer Träger gestaltet werden? Das Eckpunktepapier für Kooperation und Wettbewerb des DWW beispielsweise gibt einen Rahmen vor. Die Referenten führen in die Thematik des Papiers ein. Am Nachmittag tauschen die Mitarbeitenden ihre Erfahrungen aus, die sie mit Kirchengemeinden gemacht haben, und bringen diese in eine Podiumsdiskussion ein. Zwei Dekane aus dem Stuttgarter Norden, Eckart Schulz-Berg und Klaus Käpplinger bestreiten engagiert die Runden auf dem Podium zusammen mit Iris Ebensperger, der Regionalleitung aus Ebersbach. Der Sichtwechsel und die Hinführung zu den jeweils blinden Flecken fördern den Diskussionsverlauf.

In einem Schlussplädoyer formulieren die Dekane und die Geschäftsführung von Dienste für Menschen jeweils ihre Erkenntnisse und Forderungen. Konkurrenz gehört dazu. Die Konkurrenzsituation aber bedarf der Begleitung, so interpretieren es beide Seiten. Beispielsweise in Form von rechtzeitigen Absprachen und gegenseitigen Informationen. Die professionelle hauswirtschaftliche Versorgung während des ganzen Tages darf nicht unerwähnt bleiben. Einen herzlichen Dank dafür. Am Ende heißt es dann: „Auf Wiedersehen in Eisenach“, denn die nächste Klausur im Frühjahr 2016 führt die Mitarbeitenden in die Lutherstadt unter der Wartburg.