Geschäftsführer Bernhard Udri zum Tag der Pflege

10. Mai 2019

Geschäftsführer Bernhard Udri ist gelernter Krankenpfleger und war bei Dienste für Menschen unter anderem als Pflegedienst- und Regionalleitung in Verantwortung

Herr Udri, als gelernter Krankenpfleger haben Sie eine Zeit lang in der Notfallmedizin gearbeitet. Waren Sie damals ein „Alltagsheld“?

Als Alltagsheld habe ich mich nicht gefühlt. Die Notfallmedizin war mein Job, dafür hatte ich mich entschieden. Die Alltagshelden sehe ich eher im Verborgenen: Menschen, die Zuhause unter schwierigen Bedingungen Pflege und Betreuung leisten oder sich als Ehrenamtliche engagieren, sind für mich Alltagshelden.

Pflegeberufe zeichnen sich als „Berufe nah am Menschen“ aus. Sehen Sie da Veränderungen?

Die Nähe zum Menschen gibt es immer noch und sie zeichnet und macht diese Berufe aus. Was wir uns in der Pflege wünschen, ist ausreichend Zeit, um eine Beziehung zu Bewohnerinnen und Bewohnern, Kunden oder Patienten aufzubauen. Damit begleiten wir die Beobachtungen zu den verschiedenen Krankheitsbildern, den individuellen Bedürfnissen und den notwendigen Therapien zuverlässig und kompetent. Was ich bei der heutigen Organisation der Kranken- und Altenpflege vermisse, ist die enge und kollegiale Zusammenarbeit zwischen Medizin, Therapie und Pflege. Die Berufsgruppen sind zu stark vereinzelt.

Der internationale Tag der Pflege 2019 fordert „Gesundheit für alle“. Woran denken Sie bei diesem Motto zuerst?

An Prävention - denn die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit steckt im Präventionsgedanken. Darauf setzen wir auch bei Dienste für Menschen, indem wir der Arbeitssicherheit einen hohen Stellenwert einräumen und ein Gesundheitsprogramm anbieten.