Bürgermeister ab 6:30 Uhr im Pflegestift.

31. August 2018

Pflegedienstleitung Nadine Pirner erklärt Ludwig Prögler die umfangreiche Dokumentation bei einer Neuaufnahme.

Ludwig Prögler mit Marianne Bierl bei der Essensausgabe.

Herzlich begrüßen durfte das Pflegestift Waldmünchen Bürgermeister Ludwig Prögler der Gemeinde Tiefenbach. Und zwar nicht zu Besuch, sondern zu einem Hospitationstag, um die Arbeit der Pflegekräfte kennen zu lernen.

Um den Tag so realistisch wie möglich zu gestalten, begann der Dienst gleich morgens um 6:30 Uhr mit der Grundpflege unserer Bewohnenden.

Eine komplette Schicht lang wurde Ludwig Prögler gezeigt, was es bedeutet in der Pflege zu arbeiten. Hierbei wurde viel erklärt, schwierige Themen diskutiert aber auch viel gelacht.

Schwer beeindruckt vom Arbeitsaufkommen und dem Anspruch an die Tätigkeit, traf man sich zur Reflexion nach getaner Arbeit mit Heimleiter Bernd Pirner, sowie mit Wolfgang Rießelmann, Geschäftsführer der PSAG Cham (Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft) und Initiator der ganzen Aktion.

Ziel war es, den Verantwortlichen einen Einblick zu ermöglichen und aufzuzeigen, wie wichtig es ist, sich um die Belange der Pflege und deren Ansehen in der Gesellschaft zu kümmern. „Der Pflegeberuf muss deutlich attraktiver aufgestellt werden“, so heißt es in dem dreiseitigen Brief der PSAG an die politisch Verantwortlichen in der Region.

Der 12-Punkte Plan der PSAG beinhaltet Forderungen wie beispielsweise „Pflege als kommunale Pflichtaufgabe ernst nehmen“ oder „Altenpflege muss in den Mittelpunkt der Gesellschaft“. Um diesen und den anderen Punkten mehr Nachdruck zu verleihen sollten die angeschriebenen Personen Hospitationen in Pflegeeinrichtungen durchführen, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Die Bereitschaft hierzu war sehr überschaubar. Umso bemerkenswerter das Engagement von Bürgermeister Ludwig Prögler.

„Ich denke wir haben sowohl als Einrichtung, wie auch als Vertreter der Pflege ordentlich Eindruck hinterlassen. Schön, dass es solche Aktionen gibt, um den Mitverantwortlichen einen realistischen Einblick zu gewähren“, sagt Heimleiter Bernd Pirner und bedankt sich bei Wolfgang Rießelmann für die Idee und bei Ludwig Prögler für seinen Einsatz und sein Interesse an der Arbeit der Pflegekräfte.